OpenPNP Teil 1 - Der Aufbau beginnt

Wie vor einigen Tagen berichtet trage ich mich mit dem Gedanken, eine Pick & Place Maschine zu bauen. Erste Teile wurden bestellt und Vieles davon ist auch schon eingetroffen.

Das Wetter versprach dieses Wochenende auch nicht besonders schön zu werden (was es in der Tat dann auch nicht war).

Was lag also näher, als mit dem Aufbau der Maschine zu starten?

Als Basis diente mir wie so oft schon das System von Openbuilds.

Der Rahmen es Modells war doch schnell erstellt. Openbuilds V-Slot Profile der Größe 2040 und noch einige 2020 Profile, schon war der Rahmen gebaut.

Aber damit das Ganze auch beweglich wird braucht es noch einiger Platten und POM Räder.

Die Vorlagen fanden sich bei Github. Einige Teile habe ich dann aus der STEP Datei in DXF Dateien konvertiert und diese aus 6mm POM Platten gefräst. Nach meinen Erfahrungen aus anderen Projekten hatte ich die passenden Fräsparameter noch gespeichert und die Platten waren letztendlich doch schnell an einem Tag erstellt.

Wie immer mit Kunststoffen eine ganz schöne Schweinerei, die ich hier angerichtet habe. Aber der Zweck heiligt die Mittel. In dem Fall wohl eher die Kunststoffspäne. Aber sei es drum.Watt mutt, dat mutt.

Der Rest war dann reine Fleißarbeit: Schrauben suchen, POM Räder montieren und alles ausrichten. Am Ende fehlten mir dann allerdings doch noch zwei Nema 17 Motoren, die ich günstig bei Bangood erstanden habe (dank dem Lager in Polen ging die Lieferung dann auch schneller als gedacht).

Mit allen Teilen versorgt konnte der eigentliche Aufbau beginnen.

Das Kabelgewirr im Vordergrund ist ein auf die Schnelle hergestelltes serielle Kabel für die Motoren der Y-Achse. Der Grund dafür ist recht einfach erklärt: das Ramps Board kennt nicht die Möglichkeit, einen Motor zu clonen und somit eine Achse mit zwei Motoren zu betreiben. So habe ich mich für die serielle Verschaltung der beiden Nema 17 Motoren an der Y-Achse entschieden.

Damit war das Grundgerüst für meine Pick & Place Maschine fertig gestellt!

Weiter ging es mit der Z-Achse. Der Aufbau ist hier deutlich komplizierter und nicht so einfach durchführbar wie bei den CNC Maschinen, die ich bislang aufgebaut habe. Eine Vorlage gab es wieder bei Github, allerdings musste ich hier doch einige Änderungen vornehmen.

Zum Beispiel wird bei der originalen Vorlage der Nema 8 Motor mit der Juki Nozzle hängend montiert. Da der Aufbau inklusive Vakuumleitung aber ganz anders aufgebaut ist als das, was ich mir vorstelle, war hier einige Arbeit in Fusion 360 notwendig.

Dabei können dann schon einmal einige Modelle entstehen, die dank meinem Ender 3 schnell erstellt wurden. Änderungen flossen direkt wieder in Fusion 360 ein.

Und das Gleiche betraf dann auch letztendlich die Aufhängung für den SMD LED Ring.

Nach vielen Entwürfen, Fehldrucken, Revisionen und Verbesserungen entstand dann doch noch an 2 Tagen die Z-Achse mit den Teilen, die ich zur Verfügung hatte.

Nun...für dieses Wochenende soll dies genügen. Es ist noch eine Menge Arbeit zu erledigen und es wird mit Sicherheit noch die ein oder andere Änderung geben.

Aber damit hatte ich im Vorfeld gerechnet. Umso mehr hat es mich überrascht, dass ich in der kurzen Zeit doch schon so weit gekommen bin.

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